Tod und Trauer, ein schwieriges Thema?

Rund gestalteter Friedhof in Bieber (Foto Ev. Renell)

Schon als 15jährige habe ich mit meiner Stiefmutter Friedhofsrundgänge gemacht (dabei gingen öfter ein paar Ableger für den Garten mit zurück). Auch meine Tochter mochte diese Rundgänge als Kind. Im Urlaub haben wir oft fremde Friedhöfe erkundet: Wie sind sie angelegt und gepflegt, wie heißen die Menschen auf den Grabsteinen, wie alt sind sie geworden, gibt es besondere Inschriften?*) Das war in manchen Gegenden recht eindrucksvoll, z.B. auf dem Bergsteiger-Friedhof im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark.*1) Manches davon mag uns nicht pietätvoll erscheinen, sagte aber viel über das Leben des lieben Verblichenen aus.

Mein Vater hatte immer einen Spruch parat, auch einen Grabspruch:
„Hier ruht der Postdirektor Schulze
gestorben an einem Stück Schweinesulze.
Hätt´ er sich nicht dran überfressen,
so lebte er noch unterdessen
und wär´ noch Postdirektor Schulze –
Oh du verdammte Schweinesulze!“

Foto
Aufigschtieg’n, obagfall’n, hin gwös’n (auch eine Inschrift)

Bestattungsvorsorge

Abgesehen von etlichen Todesfällen in der Familie kommt es daher nicht von ungefähr, dass ich mich mit dem Thema Sterben, Beisetzungen, Trauer und Friedhöfe befasse. Seltsamerweise hatte ich noch nie von der Bestattungsvorsorge gehört, die es seit über 30 Jahren gibt. Auf die darin angesparten Gelder hat – anders als bei Sterbeversicherungen – kein anderer Zugriff. *2) Gerd und Beate Galinski erzählten mir kürzlich davon, und in Folge schrieb ich Bestattungsunternehmen an – und führte zwei Gespräche bei Häuser in der Frankfurter Straße 27 in Gießen und im Trauerzentrum Mittelhessen in der Robert-Bosch-Straße 10 in Gießen-West. Das Bestattungsunternehmen von Eva Tränkner antwortete auf meine Mail.

Eva Tränkner
Eva Tränkner (Foto Homepage Tränkner)

Die Trauernden führen Regie

Sie machen ihren Job mit Leidenschaft und Herzblut. Ist das möglich in einem Beruf, in dem es um Sterben, Tod und Tauer geht?“ »Auf jeden Fall«, sagen die Bestatterin Eva Tränkner und ihre Mitarbeiter. Sie schätzen die Vielseitigkeit und den Kontakt zu ganz unterschiedlichen Menschen. Die Begleitung Hinterbliebener erfordert jeden Tag aufs Neue Sachkenntnis und Fingerspitzengefühl.“ weiterlesen – Download PDF Quelle: Gießener Allgemeine 1.9.22

Sehr geehrte Frau Renell,

Sie fragen in Ihrer Mail nach der Möglichkeit, die späteren Bestattungskosten schon im Voraus zu bezahlen.

Ja, diese Möglichkeit gibt es. Wir machen es in der Regel so, dass wir die Wünsche der dereinstigen Bestattung erfragen und die Kosten und Gebühren nach derzeitigem Stand ermitteln. Diese Summe oder auch etwas mehr kann dann über uns in die Bestattungsvorsorge Treuhand eingezahlt werden. Wir erhalten jährlich für jeden Vorsorge-Kunden einen Kontoauszug und schauen individuell nach, ob die eingezahlte Summe noch die zu diesem Zeitpunkt ermittelten Kosten und Gebühren deckt. Gegebenenfalls kann jeder Zeit ein Betrag zur Bestattungsvorsorge Treuhand hinzugezahlt werden.

Wir arbeiten mit der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand über unseren Bestatter-Fachverband zusammen. Die Vorsorgebeträge werden treuhänderisch verwaltet, Zinsen werden leider keine mehr gewährt. Es muss pro Vertrag eine einmalige Abschluss- und Verwaltungsgebühr in Höhe von 50,00 EUR gezahlt werden

Im Folgenden der Link zur Homepage des Bestatterverbandes:

*2)www.bestatter.de/bestattungsvorsorge/bestattungsvorsorgetreuhandvertrag

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften geholfen zu haben. Gerne können Sie uns auch anrufen.
Eva Tränkner

Es gibt auf der Homepage von Frau Tränkner auch die Möglichkeit, ein virtuelles Gedenkportal einzurichten: https://www.traenkner-bestattungen.de/gedenkportal.php Daher stammen auch die drei unten verwendeten Fotos.

So ähnlich lauteten auch die Angaben, die wir von Frau Kadelka (Bestattungsunternehmen Häuser – nächster Beitrag) erhielten. Man bespricht mit dem Bestattungsunternehmen, wie man sich die eigene Beisetzung vorstellt. Alle Angaben dazu – Trauerfeier – mit oder ohne Trauerkaffee – Leichenhemd – Sargauswahl – Erd-, Feuer- oder sonstige Bestattung usw. werden aufgeschrieben und die heute gültigen Gebühren zu Grunde gelegt. Auf diese Summe wird ein Aufschlag von ca. 15-20% gerechnet, um die Kosten auch in späteren Jahren abzudecken. Das Geld wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Nach Auskunft von Herrn Stromberg vom  Trauerzentrum Mittelhessen hat der/die Abschließende dauerhaft Zugriff auf das Konto. Er/sie kann von dem Konto sogar Geld entnehmen, entsprechend würden die Leistungen vermindert.
Während das Bestattungsunternehmen die eigenen Leistungen einigermaßen kalkulieren kann, hat es keinen Einfluss auf Gebühren für Sterbe- und sonstige Urkunden oder Friedhofsgebühren. Auch dazu dienen die Mehreinzahlungen. Sollten nach der Bestattung nicht alle Gelder verbraucht sein – auch das kommt vor – so werden sie später an die Erbberechtigten ausgezahlt.

Dieser Beitrag wird fortgesetzt. Dabei werden Fotos von den Webseiten der jeweils genannten Bestattungsinstitute bzw. selbst aufgenommene verwendet.

*1)https://de.wikipedia.org/wiki/Bergsteigerfriedhof_Johnsbach


Einmal Glattrasur mit Mulchmäher bitte!

Gemäht, um den Graben frei zu halten?
Gemeindefläche, links Graben

Die Fotos oben zeigen gemähte Flächen zwischen Rodheim Bieber und Fellingshausen. Gemäht wird, „damit die Gräben sauber gehalten werden, wegen des Hochwassers.“ Tatsächlich fließt das Wasser aber in gemähten Gräben viel schneller und würde im Fall des Falles die Straße viel schneller überfluten. In Krumbach scheint man das zu wissen. Hier sieht der Überflutungsgraben so aus wie im folgenden Foto:

Der Blutweiderich liebt feuchte oder wenigstens frische Standorte

Wegen seines Nektars finden sich an Blut-Weiderich oft verschiedene tagaktive Schmetterlinge zum Trinken ein, darunter Weißlinge (Pieris), C-Falter (Polygonia c-album) und Kleiner Fuchs (Aglais urticae).
Eine Reihe von Nachtfalter-Raupen nutzt den Blut-Weiderich als Futterpflanze, 
Quelle: nrw.nabu.de Schmetterlingspflanzen

Immer wieder – auch vom Landkreis – wird dafür geworben, Blühstreifen anzulegen, es werden sogar Fördergelder dafür bereit gestellt. Die meisten, meist einjährigen Blumen sind allerdings in diesem heißen Sommer bereits verblüht. Das entspricht ihrer Herkunft aus Wüsten und Steppen: Nach dem Regen kurze Blüte und Reifezeit, dann wieder 10 Monate warten bis zum nächsten Jahr. Ganz ohne Geld und sogar ohne viel Pflege kommen Pflanzen wie die Wegwarte aus, die bevorzugt an Straßenrainen wächst und blüht – sofern man sie lässt. Siehe folgende Fotos:

Gemeine Wegwarte und wilde Möhre links und rechts der Tannenhofstraße am Hochbehälter in Krumbach

Die Gemeine Wegwarte = Cichorium intybus, ist eine ausdauernde Pflanze mit sehr langen Pfahlwurzeln (30cm und mehr). Sie blüht ab Juli bis in den September zu einer Zeit, in der viele Insekten wenige andere Blüten finden. 38 Wildbienenarten nutzen den Pollen der Wegwarte, darunter viele Schmalbienen wie z.B. die wenige Millimeter große Dunkelgrüne Gold-Schmalbiene (Lasioglossum morio), Furchenbienen wie die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) und andere. *1)Auf trockenen Gräsern und anderen Blütenpflanzen leben haufenweise Spinnen. Wenn man über die sonnige Wiese läuft, scheucht mit mit jedem Tritt Heupferdchen auf. Sie und viele andere Tiere sind nun dem Mulchmäher zum Opfer gefallen.

Quellen:*1) Buntewiese-stuttgart.de Gemeine Wegwarte Wildbienen

Ich habe an dieser Straße schon vor Jahren rosafarbene Exemplare der Wegwarte gesichtet, aber noch nie so eine schöne Pflanze wie die unten abgebildete, an der 2 Exemplare ineinander gewachsen sind.

Die Wegwarte gedeiht auch im Garten sehr gut. Die Kulturformen sind bekannter unter den Namen Chicoree, Radicchio oder als Lieferant für Malzkaffee. Auf Hof Fleckenbühl (Cölbe-Schönstadt) experimentiert man derzeit mit einer Mischung der Wild- und Kultursorten zur Gewinnung von Grünfutter im Sommer. Die Pflanze steigert die Milchleistung der Kühe.

Fotos Eveline Renell 5. August 2022

Inga Lachmund- Osteopathiepraxis in Biebertal

Hier finden Sie alles, was zur Kontaktaufnahme nötig ist.

Nach meiner Ansicht haben wir in Biebertal eine sehr gute medizinische Versorgung. Ergänzt wurde diese im März 2021 durch Inga Lachmunds Osteopathie-Praxis. Die ausgebildete Physiotherapeutin hat sich im Laufe der Jahre weiter qualifiziert als Heilpraktikerin und Osteopathin.
Da ich selber seit Eröffnung der Praxis bei ihr in Behandlung bin, habe ich Frau Lachmund interviewt.

Ich fragte Frau Lachmund, wie ihre Erwartungen waren und wie es nach 15 Monaten aussieht. Ums kurz zu sagen: Die Erwartungen wurden übertroffen, die Praxis ist ausgebucht, und neue Patient/innen müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen. Versuchen sollte man es dennoch, denn vor allem bei Kleinkindern ist die Behandlung meist nach wenigen Anwendungen erfolgreich. Aber hören Sie selbst:

Nur wenige Menschen können mit dem Begriff Osteopathie auf Anhieb etwas anfangen. Darum habe ich es hier kurz skizziert. Im Interview erläutert Frau Lachmund die Hintergründe genauer.
Die Osteopathie ist eine reine Manualtherapie, d. h. die Behandlung wird nur mit den Händen durchgeführt.
Der Körper wird als Einheit angesehen: Alles beeinflusst alles.

Man unterscheidet drei Behandlungszweige:
1. Die parietale Osteopathie (parietal = nach der Körper- oder Organwand hin gelegen) beschäftigt sich mit Knochen und Gelenken. Aber auch die weicheren Teile wie Bänder, Sehnen, Faszien gehören dazu.
2. Bei der viszeralen Osteopathie (visceral = die Eingeweide betreffend) werden die inneren Organe des Körpers und ihre Aufhängungen auf Bewegungseinschränkungen behandelt.
3. Die cranio-sakrale Osteopathie widmet sich der Behandlung des Hirnschädels (Cranium) und des Kreuzbeines (Os sacrum). Vor allem nach Unfällen kommt es zu Verschiebungen der Knochen, die oft langdauernde Schmerzen zur Folge haben.

Lieblingspatient/in? Man sieht die einzelnen Platten, aus denen der Schädel besteht. Auch beim Erwachsenen haben sie noch eine minimale Beweglichkeit

Der Begriff Faszien kam in den letzten Jahren zunehmend ins Gespräch. sogar in Sportvereinen wird Faszien-Gymnastik angeboten. Eigentlich handelt es sich nur um die dünne, sehnenartige Haut, die jeden Muskel umgibt (Wer größere Fleischstücke selber zubereitet, entfernt vor dem Braten diese Haut, d.h. die Faszien). Bei Unfällen und Operationen kommt es oft zu Zerstörungen, die die ganze Funktion beeinträchtigen.

Literatur: z.B. Thomas Myers, Anatomy Trains: Myofasziale Leitbahnen (für Manual- und Bewegungstherapeuten) 2015

Mit Büchern durch Europa reisen

Eröffnungsveranstaltung der Europawoche für Mittelhessen am Donnerstag den 28. April um 10.00 in der Bücherei Biebertal, Schule am Bornberg in Rodheim

Zur Europawoche: EU-Informationszentrum Gießen und Bücherei Biebertal richten Lesebereich ein.
Der mittelhessische Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich wird die Veranstaltung eröffnen und dem Förderverein eine Buchspende für den Bestand der ehrenamtlich geführten Bücherei übergeben. Das EU-Informationszentrum im Regierungspräsidium Gießen stellt in den Räumlichkeiten der Bücherei in der Schule in Rodheim-Bieber auch umfangreiches Informationsmaterial zur Arbeit der Europäischen Union und deren Bedeutung für unser Zusammenleben in Mittelhessen zur Verfügung“, sagt RP Ullrich. „Verständigung über nationalstaatliche Grenzen hinweg können wir auch durch Lesen erfahrbar machen. Lesen ist Reisen im Kopf. Mit diesem gemeinsamen Angebot laden wir die Menschen ein, mit Büchern durch Europa zu reisen.“

Ravensburger Spiele 26421 - Europareise
Dieses Spiel von Ravensburger kann auch ausgeliehen werden


Teilnehmen werden auch Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Für sie gibt es eine Auswahl an Kinderbüchern aus verschiedenen europäischen Ländern. Außerdem haben sie die Gelegenheit, sich spielerisch mit Europa vertraut zu machen.

Die 27 Staaten, die der Europäischen Union angehören: Dieses Spiel ist auch für Erwachsene oder für Familien interessant
Quelle: eduki.com/de/material/282909/su-eu-lander-in-der-eu-wurfelspiel

Bei der Eröffnung wird der mittelhessische Regierungspräsident dem Förderverein eine Buchspende für den Bestand der ehrenamtlich geführten Bücherei übergeben.

Die Bücherei hat für Erwachsene Bücher verschiedener europäischer Autoren. Für Kinder ist die Auswahl geringer, was nicht an der Bücherei liegt. Hier muss auf europäischer Ebene nachgearbeitet werden. Kinder würden gerne mehr darüber erfahren, wie andere Kinder im gleichen Alter in Polen oder Bulgarien, auf Malta oder Kroatien leben.

Flächenverbrauch: Bauen wir so wie schon immer? Oder ab jetzt mal anders?

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann

Blick vom Hainweg in Krofdorf auf Biebertaler Industriegebiet

Zugegeben, es gibt in Industriegebieten schlimmere Anblicke als diesen. Und wenn man aus der Nähe guckt, hat zumindest die Firma Orion ihr Außengelände ansprechend gestaltet. Da wäre allerdings noch mehr drin. Intuitive Surgical könnte an die nach Krofdorf gerichtete Seite Bäume pflanzen. Bei Inwerk wurden einige Obstbäume gepflanzt. Was soll noch folgen? Die Fläche ist so groß und leer.

Was mich ärgert: Bebauung ohne Berücksichtigung einer gewissen Landschaftsästhetik. Lernen das die Architekten nicht? Vertikale und horizontale Flächen durch großflächige Pflasterung oder ohne Schutz durch Bäume, die im Sommer aufgeheizt werden. Immer noch die „billige“ Thuja- oder Kirschlorbeerhecke pflanzen, weil keiner sagt, wie viel Schneidearbeit damit verbunden ist. Wer Gartenarbeit nicht mag, sollte von diesen Pflanzen die Finger lassen.

Ich wende mich nicht grundsätzlich gegen Bebauung. Manche Ackerfläche oder dreischürige*) Wiese protzt auch nicht eben mit Artenvielfalt. (Bei unserer benachbarten habe ich unter 10 Blütenpflanzen pro qm gezählt – ohne Gräser). Unser Garten entstand vor über 40 Jahren auf so einer Wiese, inzwischen blüht es von Januar bis Dezember in großer Vielfalt. Wenn den Bauenden, egal ob Industrie oder Wohnhäuser, entsprechende Hilfestellung und Beratung geleistet würde, könnte aus Industriegelände und Wohnhäusern mit ihren Gärten sogar ein neues Paradies für Pflanzen und zugehörige Tiere werden.

Das war mal eine Mäh-Wiese

Zwei Extreme in der derselben Straße in Rodheim. Oben kürzlich neu angelegt, rechts: So dicht bewachsen, dass kaum noch Licht durch die Fenster fällt. Ein Mittelweg wäre gut. (Fotos Juni 2021)

Also bitte Auflagen beim Neubau, nicht nur für EU-geförderte Wandisolierung u.ä., sondern auch bei der Flächengestaltung, aber mit entsprechender Beratung. Den meisten Bauherren und -damen ist das Geld nach dem Hausbau knapp. (Wenn man die Schotterflächen sieht, offenbar nicht knapp genug).

Was mir gefallen würde: Gärten und öffentliche Freiflächen sollten als Verbund gesehen werden. Bei Reihenhäusern kann man von vornherein sagen, dass keine Zäune gezogen werden (kostet unnötig Beton und Geld), sondern Sträucher auf die Grenze gepflanzt werden, am besten Johannisbeeren oder Obstbäume in Buschformen, die von beiden Seiten beerntet werden können. Wo Kinder einziehen, braucht es was zu naschen, also den Boden mit Erdbeerpflanzen begrünen oder einen imposanten Rhabarber pflanzen.

Essbare Grenze:
Es gibt viel mehr Sorten
auch in schwarz, grün, rosa

Industriegebäude haben sehr oft ein Flachdach. Man kann eine Photovoltaikanlage (siehe Rewe und Aldi) gut mit einer Dachbegrünung kombinieren. Was spricht dagegen, die Wände mit Kletterpflanzen bewachsen zu lassen? 1 m über der Dachkante beendet der Efeu sein Wachstum ab einem gewissen Alter. Parkplätze in Einkaufszentren sind nötig. Bitte nie mehr ohne Bäume! Die Kunden danken es , wenn sie nach dem Einkauf nicht in ein aufgeheiztes Auto steigen müssen.

Liebe Gewerbetreibende! Betrachten Sie solche Auflagen nicht unter dem Kostenaspekt, sondern unter dem der Werbung. Wenn Ihr Unternehmen mit einer gelungenen Außengestaltung auffällt, zieht das Kunden und interessierte Bauwillige an. Bienenstöcke auf dem Flachdach, Nistmöglichkeiten für Mauersegler. Mit Wasserfläche kommen vielleicht sogar Enten. Für alle Mitarbeitenden bieten derart gestaltete Gebäude und Umfelder einen enormen Erholungsaspekt in den Pausen.

Über folgenden Link kann man mehr über Förderprogramme – auch zur Fassadenbegrünung – erfahren: Förderungsportal/Förderung Kommunen Sprechen Sie Ihre Gemeindevertreter/innen darauf an!

Fassadenbegrünung
Foto: Förderportal

Zum Schluss: Der Ukrainekrieg zeigt, dass auch die globale Versorgung keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Wer im Privatgarten einen Teil seiner Lebensmittel selber erzeugt, geht sparsamer damit um. Für Gewerbebetriebe wäre vielleicht der Waldgarten ein Thema.

Fotos: Eveline Renell (1-4); Beeren: Gärtnerei Manfred Hans ManfredhansShopsPflanzen_Beerensträucher
*) dreischürig heißt, dass die Wiese dreimal pro Jahr gemäht wird

Auf der Suche nach der Spezies der Bücher- und Regenwürmer in Biebertal

Ein gemeinsamer Beitrag von Stephanie Süß und Eveline Renell

Es gibt so viele schöne Lernorte. Wenn man sich kundig machen will, dann ist eine Bücherei ein sehr guter Lernort. Und wie schön, wenn man nur ein paar Schritte dorthin braucht. Zweimal schon weilten drei Schüler und eine Schülerin der Georg- Kerschensteiner-Schule mit ihrer Lehrerin Frau Süß mehrere Stunden lang in den Räumen der Bücherei. Obwohl die Schüler sie schon kannten, war es wie eine Neuentdeckung in ihrem Schulgebäude und alle waren vorher sehr aufgeregt. Frau Renell empfing die Klasse mit wohltuender Ruhe und leckeren Getränken. Diese Atmosphäre schwappte sofort über und alle ließen sich auf eine Lesung aus dem Buch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende ein.

4+1, ganz gespannt

Was steckt im Buch, wenn es zugeklappt ist? Buchstaben, na klar. Aber jedes Buch enthält eine andere Geschichte aus diesen 26 Buchstaben. Und obwohl die Schüler schon langsam aus ihren Kinderschuhen herauswachsen, genossen sie es, vorgelesen zu bekommen. Vielleicht erinnerte sie dies an ihr Abendritual, vielleicht spürten sie, wie Frau Renell durch ihre Stimme aus Buchstaben Worte zauberte und diese zu Bildern in ihren Köpfen wurden, wie früher als die Alten den Jungen durch Geschichten die Welt näherbrachten. Ein Austausch, der immer seltener wird und doch so wichtig ist.   

Patrick vertieft
Marta und Moritz wollen es wissen

Nach diesem fantasievollen Einstieg erkundeten die Jugendlichen selbständig die Bücherei und suchten sich nach eigenen Vorstellungen ein Buch aus, über das im regulären Unterricht auch gesprochen werden soll. Schwuppdiwupp war bald der bequeme Ohrensessel belegt. Lesen ist ja auch was ganz Gemütliches.

Elias mag es gemütlich

Beim zweiten Treffen las Frau Renell – dieses Mal etwas länger – aus dem Buch „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann vor. Im gemeinsamen Gespräch davor ging es darum, was Bücher alles leisten: Abbild der Realität, Realität mit Einflechtungen von Phantasie, Fantastisches usw. Oder wie im Buch, wo echte Beispiele für etwas, das von vielen Menschen erlebt wurde, zu einer Einheit zusammengefügt wurden. Solche Bücher gibt es viele. An ihnen kann man Geschichte, in diesem Fall die Nachkriegszeit, nacherleben und mit den dargestellten Menschen mitfühlen. Das ist anschaulicher als das reguläre Geschichtsbuch.  Später sollen im Geschichtsunterricht mehr derartige Bücher herangezogen werden. Die Schüler/in liehen dieses Mal diverse Nachschlagewerke aus, die sie für ihr persönliches Projekt benötigen. Dazu gehört zum Beispiel die Anlage eines Regenwurmkastens oder die Erfassung des Parkplatzes am Keltenmuseum – mit Bäumen, Autos und Müll.

Büchereibesuch mit Vorlesen ist nicht neu. Vor Corona – Zeiten gab es das fast jährlich für die Senioren. Ingrid Burmeister und Heidi Haas lesen regelmäßig vor Kindergartengruppen. Es wäre schön, wenn noch mehr Schulklassen kämen.
Vorstellbar wären auch kleine Grüppchen z.B. vom Bauhof oder aus einer Arztpraxis – als Mini-Betriebsausflug sozusagen. Das Drumherum außer den Büchern lässt sich gut nach Absprache gestalten. Hätten sie nicht mal Lust darauf?


Grundsteinlegung für den Feuerwehrstützpunkt und den Baubetriebshof am 21. Juni 2021

Der Grundstein liegt eigentlich schon, gleich werden die Zeitkapseln versenkt

Wer Grundsteine legt und dies mit einer Zeitkapsel verknüpft, ist dabei mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbunden. Vergangenheit: Es ist eine Jahrtausende alte Traditition – Gegenwart: Man freut sich auf das, was neu entsteht – Zukunft: Die Zeitkapsel macht nur Sinn, wenn man annimmt, dass sie irgendwann mal von jemanden ausgegraben wird. Das kann sein, wenn der Ort wächst und irgendwann ein Hochhausfundament gegründet wird. Vielleicht gar nicht so ferne, wenn die Klimaschutzziele nicht eingehalten werden und die Norddeutschen ins Binnenland umziehen müssten.
Für alle jetzt schon neugierigen Altertumsforscher: Es wurden eine rote und eine blaue Zeitkapsel einbetoniert. Darin befinden sich
1 Stein vom Baugelände, die Baugenehmigung und die Bauzeichnung, die Gießener Allgemeine und der Gießener Anzeiger vom 21. Juni 2021, eine Bodenprobe und 3,88€ in aktuellen Münzen. In der Zeitkapsel für den Feuerwehrstützpunkt außerdem ein kleines Feuerwehrauto und in der für den Baubetriebshof ein kleines Baggermodell.
Gemeinsam mit Bauamtsleiter Kais vertraute Frau Ortmann die Zeitkapseln dem Boden an.

Baupläne
Münzen

Wer es etwas konkreter möchte, hier ein Auszug aus der Kostenaufstellung:

Gesamtkosten 10.724.030,-€
Anteil Feuerwehr 6.253.440,-€
Anteil Baubetriebshof 4.470.590,-€

Während die Hochbauarbeiten laut EU- Vorschriften europaweit ausgeschrieben werden müssen, konnten für den Tiefbau Firmen aus der Region herangezogen werden. Die Vorbereitungen erfolgten durch die Firma Barth aus Lohra, die Rohbauarbeiten wurden an die Firma Züblin aus Frankfurt vergeben.



Ende Juni sollen alle Betonfertigteile geliefert worden sein. Wer täglich an der Baustelle vorbei kommt, wird den Fortschritt der Arbeiten ab dann sehen können.
Ab August folgen die so genannten Ausbaugewerke. Momentan ist die Gemeinde gemeinsam mit der Firma kplan und Fachplanern dabei, die Einzelarbeiten (Titel) zu vergeben. Die Firma kplan plant und betreut vor allem öffentliche Gebäude. Zu den Titeln gehören beispielsweise alle Türen und Fenster, Gebäudeheizung, Lüftungstechnik, Sanitärtechnische Anlagen. Von diesen Fachgewerken gibt es 21 (laut Mitteilungen für die Presse).

Der Feuerwehrstützpunkt wird das neue Domizil für die Wehren aus Bieber, Rodheim, Fellinghausen und Vetzberg. Den Bauhof möchte Bürgermeisterin Ortmann lieber als Logistikzentrum für Sicherheit und Versorgung bezeichnen. Darin befinden sich Werkstätten, Lagermöglichkeiten, Bürofläche für die Verwaltung, Sozialräume und vorgehaltene Entwicklungsfläche. Der so genannte Bauhof, zu dem auch die Mitarbeiter für den Wald, für Wasser und Abwasser zu rechnen sind, hat viel zu versorgen: 430km Wegstrecke, 7 Bürgerhäuser, 7 Friedhöfe, Sportflächen, 23 Spielplätze, jede Menge Grünflächen und eine tolle Landschaft.

Weitere Impressionen vom 21. Juni 2021

Fotos: Winfried Senger; kplan AG=Firmenfoto


Ein Mann für alle Schuh – Fälle

ist Schuhmachermeister Klaus Schäfer in seinem Wetzlarer Geschäft

Normalerweise gebe ich meine kaputten Schuhe bei Kerstin Waldschmidt in Fellingshausen in der Rodheimer Straße 39 ab. Aber ein Fall wie die abgebildeten Arbeitsschuhe, da musste ich zum Meister persönlich. Meine Arbeitssicherheitsschuhe, seit mehr als 25 Jahren, sehr bequem und warm. Um es kurz zu machen: Klaus Schäfer hat mich nicht rausgeschmissen, er hätte die Schuhe repariert, riet mir in diesem Falle allerdings dazu, neue Schuhe zu kaufen.

Kerstin Waldschmidt vor ihrem Haus
Sie haben ein Vierteljahrhundert gute Dienste geleistet

Und als ich fast schon draußen war, dachte ich, das ist doch wieder ein Fall für „Regional in Biebertal“. Also habe ich Herrn Schäfer einige Fragen gemailt und erhielt ausführliche, freundliche Antworten darauf.

Wie kam es zur Einrichtung einer Schuh-Annahmestelle in Fellingshausen?
Meine langjährige Freundschaft zu einer Einwohnerin in Fellingshausen war die Grundlage für dieses Angebot. Wir kommen gebürtig aus Erda, wo es bei meiner Mutter im Auweg 11 auch noch eine Annahmestelle gibt. Wir freuen uns beide über den Zuspruch der Bevölkerung.

Seit wann gibt es Ihre Werkstatt? 
Unsere Werkstatt gibt es seit 1958. Übernommen habe ich diese Werkstatt von meinem Ausbilder und Vater Rudi Schäfer.

Warum sind Sie Schuhmacher geworden?
Eigentlich wollte ich zur Bundeswehr und kein Schuhmacher werden. Mindestalter für die BW war damals 18 Jahre, Lehrstellen waren knapp. Um die Zeit nach der Schule bis zur Bundeswehr zu überbrücken, da habe ich halt einfach mal diese Lehre gemacht.

Im Volksmund spricht man oft von Schuster, sogar leicht abfällig. Sie sind aber ein richtiger Schuhmachermeister.
Der Begriff Schuster war früher mit mehr Anerkennung verbunden, Menschen, die in der Lage waren Dinge zu erhalten, die damals von hohem Wert waren, erhielten Anerkennung.
Dann gab es Schuhmacher, und es gab Schuster. Die einen hatten ihr Talent weiterentwickelt, die anderen eben nicht. Als gelernter Schuhmacher ist man nach wie vor in der Lage, ganz neue Schuhe zu bauen. Die Mode mit all dem Kunststoffen, die billige Produktion im Ausland, hat das Bild des Schuhmachers verblassen lassen. Alles hat seine Zeit.

Fertigen Sie auch neue Schuhe an?
Wir bauen keine Schuhe mehr, der Preis ist zu hoch für handgefertigte Unikate. Die Kunden für diese Wünsche sind vielleicht in Großstädten zu finden, hier lohnt sich dieser Arbeitsbereich nicht.

Schuhmodell mit Leisten, etwa 12cm lang
ein Geschenk, über das sich jeder Schuhmacher freut

Gute Tipps vom Fachmann

Es ist sehr schade, dass es kaum noch Werkstätten und Schuhmacher gibt, bei denen man die kaputten Schuhe reparieren kann. Also bleibt nur noch das Wegwerfen? Das ist aber überhaupt nicht umweltfreundlich.! Vielleicht haben ja Schülerinnen und Schüler, die demnächst den Hauptschulabschluss machen, Lust, dieses alte Handwerk zu lernen – in dem natürlich auch mit neuen Techniken gearbeitet wird. Mehr dazu im folgenden Beitrag, voraussichtlich am 1. Juli.

Dieser Beitrag wird fortgesetzt mit dem Schwerpunkt auf der Ausbildung zum Schuhmacher

Ernährungsbildung in Schul- und Saisongärten

8. Juli 2021, 10:00 – 16:00 im tegut-Saisongarten in Fulda:

Kinder beim ernten
Kinder gärtnern gerne, wenn es was zu ernten gibt (Foto tegut)

Dies soll eine Empfehlung sein auch für Lehrerinnen und Lehrer an den Biebertaler Grundschulen. Gute Ernährungsgewohnheiten erlernt man am leichtesten im Kindergarten- und Grundschulalter. Da die Elternhäuser dies in vielen Fällen nicht mehr vermitteln, sollte das Fach Schulgartenarbeit und Kochen an den Grundschulen mehr Gewicht bekommen.

In Schulgärten können wir viel über unsere Ernährung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lernen. Den Pflanzen sozusagen beim Wachsen zuzuschauen und zu erleben, wie sie sich nach und nach entwickeln, dies alles ist sehr wichtig für Kinder, gehört aber für viele nicht mehr zum Alltag. Für Schulen, die keinen eigenen Schulgarten unterhalten, bieten sich Saisongärten als Lernort an.

Die „tegut… Saisongärten“ setzen sich mit ihrem Motto „Bewusst-Selbst-Gemacht“ dafür ein, das Bewusstsein der Menschen für eine nachhaltige, biologische und gesunde Ernährung zu schärfen. Hier kann die pädagogische Arbeit im Garten für eine Saison getestet werden. Die Schule geht keine längerfristige Verpflichtung ein, denn es müssen keine Investitionen getätigt werden, da Fläche, Geräte und Gießwasser gestellt werden. Landwirtinnen und Landwirte bzw. Durchführende aus der Region bereiten die Beete mit rund 20 Gemüsesorten, Kräutern und essbaren Blumen vor und stehen den Saisongärtnerinnen und -gärtnern auch beratend zur Seite. Zusammen mit einem Saisongarten-Rundbrief wird ein einfacher Einstieg in die Schulgarten-Arbeit geboten, bei dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften lernen können. Das tegut-Saisongarten-Projekt ist Partner im BNE-Netzwerk Osthessen und wurde bereits 2013/14 im Rahmen der UN-Dekade BNE ausgezeichnet.

verschiedene Gemüsesorten wie Karotten und Kartoffeln
Zum Ernten, Naschen, Kochen (Foto tegut)

Luftrettung mit Christoph Gießen

50 Jahre Luftrettung in Deutschland

„Christoph Gießen“ hieß bis 2014 „Christoph Hessen“.
Mit der Indienststellung des ersten zivilen und ständig mit einem Notarzt besetzten Rettungshubschraubers (RTH) „Christoph 1“ in München schlug am 1. November 1970 die Geburtsstunde der öffentlich-rechtlichen Luftrettung in der Bundesrepublik Deutschland.

Stationsfoto Christoph Gießen
Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“

Im Jahr der Pandemie 2020 wurden in Hessen 4.626 Patienten mit Helikoptereinsätzen versorgt. Ein Jahr zuvor waren es noch 4.722 Menschen, die per Luftrettung medizinisch betreut wurden.
Dabei waren 41 Piloten 112 Notärzte und 62 Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter im Einsatz.
Die Zahl der Einsätze der vier hessischen Luftrettungszentren in Frankfurt, Fulda, Gießen und Kassel ging in Jahr der Pandemie von 5.334 Einsätzen in 2019 auf 5.044 Flüge zurück. Der Grund dafür waren wohl weniger schwere Verkehrsunfälle. Denn in der Vergangenheit stand die Trauma-Versorgung im Vordergrund, gefolgt von Herz-Kreislauf-Beschwerden und neurologischen Ursachen.

Der Praktische Arzt Hans-Werner Feder führte im Sommer 1967 seinen wegweisenden Hubschrauberversuch durch
Der Praktische Arzt Hans-Werner Feder führte im Sommer 1967 seinen wegweisenden Hubschrauberversuch durch
Foto: Sammlung Hans-Werner Feder/Archiv Werner Wolfsfellner MedizinVerlag München

Der erste Pionierversuch in der bundesdeutschen Luftrettung wurde im Jahre 1967 in Hessen durchgeführt. Mit einem zweisitzigen Hubschrauber vom Typ Brantly startete am Flugplatz Neu-Anspach (EDFA) im Taunus der Praktische Arzt Hans-Werner Feder gemeinsam mit dem Piloten Franz Hartmannsberger zwischen dem 11. August und dem 1. September 1967 zu insgesamt 52 Einsätzen. Durch die schnelle Heranführung des Arztes, heute würde man den Begriff „Schneller Notarztzubringer“ bzw. Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) verwenden, konnte die Eintreffzeit eines Arztes bei Verkehrsunfällen erheblich auf zehn Minuten verkürzt und damit die Überlebenschancen der Unfallopfer deutlich verbessert werden. Mit diesem Versuch konnte der Nutzen eines zukünftigen Hubschrauberrettungsdienstes erstmals eindeutig und belastbar belegt werden. Zu Ehren der beiden Pioniere wurde am 12. Mai 2018 eine Tafel am Gebäude des Flugplatzes angebracht.

Immer mal wieder sieht man Christoph Gießen auch bei uns landen. Auf dem Video oben ist alles nur eine Übung. Dort war er auf den Marschallwiesen gelandet.

Quellen: Sonntagmorgenmagazin 21. 3. 2021, weitere Presseinformationen und https://www.rth.info/rep/rep.php?id=380
Fotos: Christoph Gießen,
Video: Winfried Senger