Matsch – Furt auf viel begangenem Weg

Schild und Übergang auf einem rutschigen Hügel

Der Weg zwischen Fellingshausen und dem Edeka-Markt wird viel begangen und mit dem Rad befahren. Er ist auch recht gut, sieht man mal von der Baustelle am neuen Feuerwehr – Gerätehaus ab. Das Hinweisschild zeigt an, welchen Weg man den Fußgängern empfiehlt (kein offizielles Verkehrsschild). Dieser führt nicht nur durch Pfützen, sondern auch über kleine Hügel aus Lehm. Ich hatte selbst mit meinen Wanderstiefeln Probleme nicht auszurutschen, obwohl die ein kräftiges Profil haben.

Momentan ruht dort die Arbeit. Wie wäre es denn, wenn unsere Bürgermeisterin den Bauhof anweisen würde, dieses Gelände mal kurz mit einem Bobcat oder ähnlicher Maschine einzuebnen?  Da würden sich eine Menge Leute freuen, die im Sinne von umweltfreundlichem und gesundheitsbewusstem Verhalten zu Fuß zum Einkaufen gehen statt das Auto zu benutzen.

Ansonsten finde ich, dass auch eine Baustelle schöne Fotomotive liefert.

Fotos: Eveline Renell

Regional in Biebertal -Weihnachtseinkäufe 3

Brennerei Pulz Frankenbach, Emi Lilly Design Fellingshausen

Foto Familie Pulz

Heute wird es „geistig“. Ich stelle nämlich Getränke vor, die uns die trüben Tage versüßen und erwärmen können. Gleichzeitig sind sie schön anzusehen. Wir waren zu Besuch in der Brennerei der Familie Pulz in Frankenbach https://www.brennerei-pulz.de/

Aus einer Schnapsidee heraus – was macht man mit dem vielen Obst der eigenen Streuobstwiesen – entwickelte sich nach einem Ämter-Hürdenlauf im Jahre 2017 diese kleine Brennerei. Dass alle mit Liebe, Fachkenntnis und Talent für den Verkauf dabei sind, merkt man, sobald man den Hofladen betritt. (Im Gegensatz zum Brennraum war er auch mollig warm).

Derzeit gibt es leider keine Kostproben. ein Besuch lohnt sich dennoch. Lassen Sie sich die Brennerei erklären und wählen Sie unter den vielen Bränden, Geisten und Likören das passende Geschenk. Der Unterschied zwischen -Brand und -Geist sehr grob: Grundlagen der Brände haben viel vergärungsfähigen Zucker, Grundlagen der Geiste dagegen wenig. Mehr erfahren Sie auf dem Hof.

Familie Pulz: Wir öffnen unseren Hofladen jeden Advents-Samstag

Am 28.11., 05.12., 12.12. und 19.12.2020 haben wir jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr für Sie geöffnet.
Erdaerstraße 12, Frankenbach, Eingang auf dem Hof hinten rechts.
info@brennerei-pulz.de – Tel: 06446 2787

Bei Sarah König in der Wiesenstraße 13 in Fellingshausen

Natürlich hat Sarah König ihre Lieblingsstücke. Die links abgebildete Knopfstola, die es in mehreren Farben gibt, gehört eindeutig dazu. Der Laden beherbergt viel Gestricktes und Genähtes. Bei dem nasskalten Schmuddelwetters ein angenehmes Gefühl. Momentan arbeitet Sarah gerne mit Holz und bemalt Steine. oder gießt Teelichtschalen aus Beton. Früher fertigte sie viele Halsketten an und auch große Kränze aus Papierrosen. Mich hat vor allem die farbenfrohe, mollige Kinderkleidung begeistert. Aber sehen sie selbst.

Sarah König begann mit einfacher Bastelei, als ihre Älteste 4 Jahre alt war, Toll was daraus geworden ist. Sarah ist Kinderkrankenschwester. Das erklärt vielleicht, warum es so wunderschöne Kinderkleidung bei ihr gibt. Die Wintersachen, die sie derzeit im Laden ausstellt, sind aus ganz kuscheligem Polarfleece, der pillingfrei ist. Bei der Anfertigung von Näh- und Stricksachen ist ihre Mutter mit im Boot, bei den Holzarbeiten ihr Mann. Der Verkauf erfolgt vor allem via Internet über diese Adresse:: www.etsy.com/de/shop/emilillydesign. Holen Sie sich hier Appetit. Kaufen können Sie vor Ort nach telefonischer Absprache:
06409-8083898 oder mobil: 0175-2368707

Ab Donnerstag kann man Weihnachtsbäume im Dorf kaufen:
– bei Edeka und Rewe: Nordmanntannen, Blaufichten, Edeltannen, die letzte Woche noch im Sauerland wuchsen.
– am Samstag den 12.12. bei der Freiwilligen Feuerwehr Fellingshausen, Industriestraße ab 9.00 Uhr

Fotos: Eveline Renell

Der nächste (und vermutlich der letzte) Beitrag: Regional in Biebertal – Weihnachtseinkäufe 4: „Geschenke in letzter Minute“ erscheint am Dienstag den 15. Dezember um 13.00

Friedhöfe in Biebertal-Statistik

von Dr. Uschi Hohenbild

Friedhof Rodheim im Februar von Nordosten gesehen
Friedhof Vetzberg im Mai

In diesem Beitrag geben wir vor allem statistische Daten über die Anzahl und die Größe der Biebertaler Friedhöfe und die Anzahl der Grabstellen (geschätzt, keine Statistiken hierzu).

Es gibt 7 Friedhöfe, auf denen Beisetzungen erlaubt sind. Darüber hinaus existieren zwei private Friedhöfe, in denen in bestehenden Gräbern beigesetzt werden darf: Hof Haina und Hofgut Bubenrod. In Vetzberg gibt es einen jüdischen Friedhof, ein Kulturdenkmal. Er wurde 1671 angelegt, die letzten Beerdigungen gab es dort 1918.
in der gesamten Gemeinde finden ca. 110 Beerdigungen pro Jahr statt, davon 35 in Rodheim. Wenn man die Friedhöfe der Größe nach ordnet, ergibt sich folgendes Bild:

Ort: Friedhofsfläche Anzahl Gräber
Bieber 17806 qm, davon 7000 qm Wald und Erweiterungsfläche 600
Rodheim 9454 qm 1050
Fellingshausen 6302 qm 420
Frankenbach 5130 qm 390
Vetzberg 4365 qm 330
Königsberg 3775 qm 330

Summe 46832 qm 3120 Gräber

Grabmale der Familie Schwarzentraub in Bubenrod
Ehrenmale auf dem Friedhof Frankenbach

Der Privatfriedhof auf Hof Haina umfasst 1500 qm; über Bubenrod liegen uns keine Zahlen vor. Er scheint jedoch erheblich kleiner zu sein. Der jüdische Friedhof im Neubaugebiet Haingärten umfasst ein Areal von 895 qm. Wir hatten auch von einem typischen Tierfriedhof gehört, was sich als Irrtum herausstellte. In der Gemarkung Helfholz in Königsberg gibt es eine Stelle, wo Förster und einige Herren von Solms ihre Hunde beisetzten, im Volksmund „Friedhof der Kuscheltiere“ genannt.

Netzwerk Schulgärten auch in Biebertal nutzen

Ich bin im Netzwerk Schulgarten, habe auch schon zwei Seminare gehalten. Ich halte den Schulgarten grundsätzlich wichtig für eine ganzheitliche Bildung. In Corona-Zeiten kann er auch solchen Schülerinnen und Schülern Frei- und Erlebnisräume verschaffen, die zu Hause nicht so viel Bewegungsmöglichkeiten haben und deren Lehrer/innen nicht – wie das bei meinem gerade eingeschulten Enkel in der Eifel der Fall ist – jeden Montag einen ganzen Tag im Wald unterrichten. Der Montag ist bei allen Erstklässlern der beliebteste Schultag.
Der Rundbrief vom Netzwerk Schulgarten, den ich eben erhielt, enthält so viele interessante Themen, dass ich diese mal alle abdrucke.
Mein Wunsch wäre, dass diese Themen Eltern und Lehrkräfte animieren, mit dem Schulgarten anzufangen. Wer möchte, kann den Bilderbogen anschreiben und bekommt den kompletten Text zugesendet.

Netzwerk Schulgarten auf der Landesgartenschau

Themen des aktuellen Rundbriefes:
– Vorsorgendes und nachhaltiges Wassermanagement   
–  Essbare Wildpflanzen    
– Online-Fortbildung „Schulgarten-Management“ am 5. November 2020 nachmittags    
– Telefonische Schulgarten-Sprechstunde    
– Kreativwettbewerb „Unsere Schule 2030 – Aus Träumen wird Nachhaltigkeit“    
http://www.hessen-nachhaltig.de/schulwettbewerb.html
– Wettbewerb „Grünes Glück vor der Tür“    –
– Wettbewerb „Zeig es auf deine Art(envielfalt)“
– Naturnahe Schulhöfe
– Der Schulgarten als kreativer Freiluft-Lernort
– Taking Action for insects
– Jardinions à l’école

Wer selber regelmäßig den Rundbrief zur Schulgartenarbeit erhalten möchte, kann ihn über diesen Link bestellen: https://www.na-hessen.de/schulgarten/index.php

Friedhöfe in Biebertal-Einführung

Der alte Friedhof in Bieber

Der alte Friedhof in Bieber gefällt mir von allen Biebertaler Friedhöfen am besten. Seine Anlage als Rondell betont die Gemeinschaft, die auch nach dem Tode noch symbolisiert wird. Die Anlage ist wie ein kleiner, schöner Park gestaltet.

Wie die unten stehende Graphik zeigt, sind die kommenden Monate schon seit eh und je die Monate mit den meisten Todesfällen. Das fallende Laub, das scheinbar den Tod aller Pflanzen anzeigt, die kurzen Tage mit viel Regen, Nebel und wenig Sonnenschein – all das hat wohl auch dazu beigetragen, Totengedenktage im November zu  begehen. Belegt sind Allerheiligen und Allerseelen seit 998 (Dekret von Cluny). 

Am Tod kommen wir nicht vorbei. Daher  wollen uns in der nächsten Zeit intensiver mit den Biebertaler Friedhöfen befassen, ihrer Geschichte, ihren Besonderheiten, aber auch mit Friedhofsordnung, Kosten und alten und modernen Bestattungsritualen.

Hohe Scheinzypresse
auf dem Rodheimer Friedhof